Fueller

Gedenkveranstaltung an das Judenpogrom vom 9. November 1938 in Kleve vor 75 Jahren

Wie in den Jahren zuvor versammelten sich Bürger und Ehrengäste am Platz der ehemaligen Synagoge im Gedenken an das Grauen, das dort am 9. November 1938 geschah.

“Es ist gut, dass wir uns versammeln and diesem Tag” sagte Maria Diedenhofen vom Verein Buren zonder Grenzen – Nachbarn ohne Grenzen, die das Gedenken leitete. “Wir halten Wache an der Stelle, wo der Boden brannte” sagte sie in Erinnerung einer der dunkelsten Tage Klever Geschichte, die nicht als reine Vergangenheit begriffen werden darf. So erinnerte Bürgermeister Brauer an die jüngsten Fälle rechtsradikaler Gewalt mitten in Deutschland. “Dieses Unrecht erfüllt uns mit Scham. Wir setzen dem Unrecht eine freie Gesellschaft entgegen“ sagte Brauer.

Schweigend erhoben sich die Gäste als Fritz Gies, der die Judenverfolgung selbst erlebt hat, das hebräische Totengebet anstimmte. Anschließend legte er nach jüdischer Sitte, einen Stein auf dem Denkmal im Gedenken an die Verstorbenen nieder.

Den Blick nach vorn richtete Ron Manheim, indem er das initiierte Projekt “Haus der Begegnung - Beth Hamifgash” vorstellte. Dieser Ort soll das ganze Jahr mit leben gefüllt werden. “ Wir wissen heute, dass diskriminierendes Denken ein schleichendes Gift war und nicht erst ab 1933 eingesetzt hat” sagte Manheim. Beth Hamifgash ist eine Initiative der Aufklärung und der Begegnung mit Menschen aus aller Welt, die heute in Kleve leben.

Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Jugendchor der Evangelischen Kirchengemeinde Kleve.

Die Schülerinnen und Schüler des Freiherr-von-Stein-Gymnasiums bewegten die Zuhörer mit selbstgeschriebenen Texten  zum Thema. Schülerinnen und Schüler der Spyckschule erfreuten durch ihre Sicht des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Im Anschluss an die Feier waren alle Gäste zu einer weiteren Begegnung im Kolpinghaus eingeladen. 

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